Hund hustet? Hilfreiche Infos wie du deinem Hund helfen kannst!

Es ist normal, wenn ein gesunder Hund hustet – zumindest ab und zu. Beispielsweise durch das Schnüffeln am Boden ist es möglich, dass dein Hund ausversehen Dinge einatmet. Darunter zum Beispiel Staub oder Keime. Durch das Husten versucht er nun diese wieder loszuwerden.

Doch wenn dein Hund ständig hustet, dann ist dies wie bei uns Menschen: Der Husten deines Hundes könnte auf eine Krankheit oder ein ernsthaftes Problem hinweisen. In diesem Beitrag haben wir dir hilfreiche Tipps zu diesem Thema zusammengestellt.

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Wenn der eigene Hund hustet, ist dies für Besitzer meist besorgniserregend.

Inhaltsverzeichnis

1. Was du tun kannst, wenn dein Hund hustet
2. Dein Hund hustet und würgt
3. Mein Hund hustet Schleim
4. Was ist Zwingerhusten?
5. Kann der Husten meines Hundes etwas mit seinem Herzen zu tun haben?
6. Was ist Rückwärtshusten?
7. Mein Hund hustet bei Aufregung
8. Gibt es Hausmittel für den Husten meines Hundes?
9. Wann sollte ich zum Tierarzt gehen?

1. Was du tun kannst, wenn dein Hund hustet

Was soll ich tun, wenn mein Hund hustet? Zuerst einmal ist es wichtig herauszufinden, um welche Art von Husten es sich überhaupt handelt. Diese Information wird auch deinem Tierarzt weiterhelfen können. Damit kann er nämlich mögliche Ursachen für das Husten deines Hundes ausschließen.

Wie hört sich der Husten deines Hundes an? Gehe bitte folgende Fragen durch. Versuche anhand dessen den Husten deines Hundes zu definieren:

  • Klingt der Husten deines Hundes nach einem hohen, würgenden Husten?
  • Ist es ein feuchter, schleimiger Husten?
  • Ist es ein tiefer, trockener, abgehackter Husten?
  • Hustet dein Hund im Schlaf?

2. Dein Hund hustet und würgt

Bei einem hohen, würgenden Husten kann dein Hund an einer Infektion oder an einer Reizung der oberen Atemwege leiden. Auch ist es möglich, dass ein Fremdkörper die Atemwege blockiert. Anzeichen für einen Fremdkörper können auch Schluckversuche deines Hundes sein. Ebenfalls kann das Lecken über den Mund mit der Zunge ein Anzeichen sein.

Ein Fremdkörper, der in die Speiseröhre des Hundes gelangt, kann lebensbedrohlich sein. Dies sollte sofort von einem Tierarzt untersucht werden.

3. Mein Hund hustet Schleim

Ein feuchter, schleimiger Husten kann ein Hinweis auf ein Problem mit den unteren Atemwegen oder ein Problem mit der Lunge sein. Gurgelgeräusche können darauf hindeuten, dass sich Flüssigkeit in der Lunge deines Hundes angesammelt hat. Wenn Flüssigkeit in der Lunge vorhanden ist, dann ist auch die Atmung deines Hundes erschwert, selbst wenn er nicht hustet.

Häufig betroffen von einer Lungenentzündug sind Hunde mit einem unterentwickelten Immunsystem. Darunter gehören auch Welpen und ältere Hunde. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund an einer Lungenentzündung leidet, dann solltest du so schnell wie möglich einen Termin beim Tierarzt ausmachen.

4. Was ist Zwingerhusten?

War dein Hund kürzlich anderen Hunden ausgesetzt (z.B. in einer Hundepension, beim Spielen etc.)? Dann besteht die Möglichkeit, dass er oder sie an Zwingerhusten leidet. Zwingerhusten ist unter Hunden sehr ansteckend. In sehr seltenen Fällen können sich auch Menschen anstecken. Der Husten klingt meist tief und trocken.

Die Symptome können 2 bis 14 Tage nach dem Treffen mit anderen Hunden auftreten. Sie können schwach bis stark ausgeprägt sein. Symptome können neben dem Husten unter anderem Niesen, Schnauben, Würgen und in manchen Fällen auch Erbrechen sein.

In den meisten Fällen treten die Symptome nicht allzu stark auf. Der Zwingerhusten hört nach ca. drei Wochen von selbst auf. Bei älteren Hunden oder bei Welpen könnte es doppelt so lange dauern.

Wenn sich der Husten deines Hundes allerdings nicht zu bessern scheint, solltest du lieber früher als später einen Tierarzt aufsuchen. In schlimmen Fällen kann Zwingerhusten auch zu einer Lungenentzündung führen.

Sollte dein Hund tatsächlich an Zwingerhusten leiden, so ist es wichtig ihn in dieser Zeit nicht in Kontakt mit anderen Hunden zu bringen. Dadurch wird die Ansteckungsgefahr verringert. Auch könnte es helfen, deinen Tierarzt vor dem Besuch zu informieren, dass dein Hund vermutlich an Zwingerhusten leidet.

5. Kann der Husten meines Hundes etwas mit seinem Herzen zu tun haben?

Ja, kann er. Es gibt verschiedene Arten von Herzerkrankungen, welche zum Husten deines Hundes führen könnten. Darunter gehören unter anderem die Mitralklappenendokardiose (MMVD), die dilatativer Kardiomyopathie (DCM) und die Herzinsuffizienz.

Je nach Herzerkrankung wird der Tierarzt bestimmte Medikamente verschreiben. In einigen Fällen ist auch ein operativer Eingriff notwendig. Auch ein Herzschrittmacher kann angebracht sein.

Ein Hinweis darauf, dass dein Hund an einer Herzerkrankung leidet, kann sein, dass dein Hund nur nachts hustet. Beziehungsweise immer dann, wenn dein Hund schläft oder liegt.

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Der Husten deines Hundes kann verschiedene Ursachen haben.

6. Was ist Rückwärtshusten?

Rückwärtshusten beziehungsweise Rückwärtsniesen tritt häufig bei kleinen Hunderassen auf. Dazu gehören insbesondere Hunde mit Brachycephalie (Kurzköpfigkeit). Strenggenommen handelt es sich hierbei um kein „richtiges“ Husten oder Niesen. Jedoch kann das Geräusch mit Husten, Niesen, Ersticken oder einem Asthmaanfall verwechselt werden.

Rückwärtshusten wird durch einen Krampf im Hals des Hundes sowie einem weichen Gaumen ausgelöst. Aufregung, sportliche Betätigung, Temperaturänderungen, Pollen etc. könnten alles potentielle Auslöser des Rückwärtshustens sein.

Während bei einem richtigen Niesen Luft ausgestoßen wird, wird beim Rückwärtshusten Luft durch die Nase schnell eingezogen. Einige Hunde stehen während eines Rückwärtshustens auf abgespreizten Ellbogen, haben einen gestreckten Hals oder Rücken und vorgewölbte Augen.

Rückwärtshusten erfordert meistens keine Behandlung. Allerdings wäre es sinnvoll, wenn dein Hund unter Rückwärtshusten leidet, darauf zu achten, wann genau es auftritt. Damit kannst du mögliche Auslöser bestimmen und sie im Idealfall auch vermeiden.

Wenn das Rückwärtsniesen chronisch wird oder die „Anfälle“ immer länger und häufiger werden, sollte sicherheitshalber ein Termin mit einem Tierarzt vereinbart werden. Somit können mögliche Gesundheitsprobleme ausgeschlossen werden.

7. Mein Hund hustet bei Aufregung

Manche Hunde husten, wenn sie aufgeregt sind. Dies tritt vor allem bei kleineren Hunderassen beziehungsweise bei Hunden mit einem Trachealkollaps auf. Wenn kein Trachealkollaps vorliegt, dann verschwindet der Husten meist sobald sich dein Hund beruhigt. In diesen Fällen ist der Husten meistens nicht weiter besorgniserregend.

Anzeichen für einen Trachealkollaps können unter anderem eine Intoleranz gegenüber Sport, Atemnot oder Würgen beim Essen und Trinken sein. Bei Hunden mit Trachealkollaps können Medikamente helfen. Damit können beispielsweise die Atemwege erweitert werden. Bei wirklich schweren Fällen sollte man sich vom Tierarzt beraten lassen.

Es gibt auch Hunde, die beim Gassi gehen husten. Das liegt meistens daran, dass sie zu stark an der Leine ziehen. In einem solchen Fall wäre es besser das richtige Verhalten an der Leine mit dem Hund zu üben.

Mögliche Schäden am Nacken oder an der Luftröhre des Hundes können dadurch vermieden werden. Auch kann der Wechsel des Geschirrs/des Halsbands helfen. Damit kann die Luftröhre des Hundes entlastet werden.

8. Gibt es Hausmittel für den Husten meines Hundes?

Nicht wirklich, da der Husten deines Hundes schließlich unterschiedliche Ursachen haben kann. Du solltest auf jeden Fall Ruhe bewahren. Halte deinen Hund aus aufregenden Situationen fern. Damit verringerst du mögliche Auslöser für das Husten deines Hundes.

Zudem solltest du die sportliche Aktivität deines Hundes vorerst reduzieren. Setze ihn zudem nicht zu heißen oder zu kalten Temperaturen aus.

Lasse den Gesundheitszustand deines Hundes regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen. Damit beugst du langfristig dem Husten vor.

Auch solltest du gefährliche Gegenstände aus der Reichweite deines Hundes aufbewahren. Zudem hilft es auch, wenn dein Hund ein normales Gewicht für seine Rasse hat. Hiermit beugst du möglichen Krankheiten vor, welche Husten beim Hund auslösen können.

9. Wann sollte ich zum Tierarzt gehen?

Wenn dein Hund die ganze Zeit hustet beziehungsweise regelmäßig hustet und/oder sich das Husten schmerzhaft anhört, solltest du definitiv zum Tierarzt gehen. Insbesondere wenn du bemerkst, dass mindestens einer der nachfolgenden Punkte auftritt:

  • Der Husten deines Hundes wird schlimmer
  • Dein Hund hat scheinbar keinen Appetit mehr
  • Er fühlt sich unwohl
  • Dein Hund hustet Blut
  • Er leidet unter Atemprobleme oder atmet schneller als zuvor
  • Dein Hund leidet an Gewichtsverlust

Je nach Befund wird der Tierarzt deinem Hund Medikamente verschreiben oder anderweitig versuchen deinem Hund zu helfen.

Beachte bitte auch, dass der Husten deines Hundes auch andere Gründe haben kann, welche in diesem Beitrag nicht im Detail aufgelistet sind. Darunter fallen zum Beispiel:

  • Krebs
  • Durch Stechmücken übertragene Herzwürmer
  • Canine Influenza-Virus (CIV), auch bekannt als Hundegrippe
  • Staupe
  • Chronische Bronchitis
  • Larynxlähmung/Larynxparalyse
  • Allergien gegen Pollen und co.
  • Pilzinfektion

Auch wenn dies seltenere Gründe für den Husten deines Hundes sind, wäre es trotzdem gut, diese Gründe ausschließen zu können. Deshalb: Mit einem Besuch beim Tierarzt bist du definitiv auf der sicheren Seite!

Quellen:

[1] https://www.bluecross.org.uk/pet-advice/why-do-dogs-cough

[2] https://www.petmd.com/dog/conditions/respiratory/why-my-dog-coughing-common-causes-and-treatment-options

[3] https://www.akc.org/expert-advice/health/dog-coughing/

[4] https://healthypets.mercola.com/sites/healthypets/archive/2016/11/16/common-causes-dog-coughing.aspx

[5] https://pet-gp.co.uk/coughing-dogs-symptoms-causes-treatments/