Was ist Spondylose beim Hund und wie wird sie behandelt?

Wurde bei deinem Hund Spondylose diagnostiziert? Nachfolgend möchten wir dir alles Wichtige zu diesem Thema so verständlich wie möglich erklären.

Spondylose Hund
In den meisten Fällen kann Spondylose beim Hund gut behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Spondylose?
2. Was ist die Ursache für Spondylose beim Hund?
3. Welche Hunderassen sind am ehesten von Spondylose betroffen?
4. Wie sind die Symptome bei Spondylose?
5. Wie wird Spondylose behandelt?
6. Was kann ich bei Spondylose für meinen Hund tun?
7. Wie ist die Lebenserwartung bei Hunden mit Spondylose?

1. Was ist Spondylose?

Spondylose deformans beschreibt einen nicht entzündlichen Zustand der Wirbelsäule bei den Knochensporen entlang der Ränder der Wirbelsäulenknochen vorhanden sind. Am häufigsten können Knochensporen im Brustbereich, in der Lendenregion und im unteren Rückenbereich auftreten.

Spondylose an der Halswirbelsäule ist dabei seltener. Für Spondylose gibt es verschiedene „Schwerheitsgrade“:

Grad 1: Kleinere Knochensporen, die nicht über die Endplatten hinausragen

Grad 2: Knochensporen, die über die Endplatten hinausragen, jedoch nicht mit dem benachbarten Wirbel verbunden sind

Grad 3: Knochensporen, die sich mit dem benachbarten Wirbel verbinden und somit eine „Brücke“ bilden

2. Was ist die Ursache für Spondylose beim Hund?

Bei den meisten Hunden tritt Spondylose im Folge des Alterungsprozesses auf. Durch das Altern beim Hund werden Fasern an den Bandscheiben abgebaut, wodurch die Bandscheiben zwischen den Wirbelknochen geschwächt werden. Dies führt zu einer höheren Belastung der Wirbelknochen, da die Bandscheiben schließlich durch ihre Flexibilität als „Kissen“ bzw. als Stoßdämpfer dienen sollen.

Um dem Abbau entgegenzuwirken entwickeln sich Knochensporen, um die geschwächten Gelenke zusätzlich zu stärken. Die Knochensporen werden dabei meist so groß wie es zur Verstärkung des Gelenkes notwendig ist. Spondylose tritt demnach also meistens als sekundäres Problem bei einer Erkrankung der Bandscheiben auf.

Es sind allerdings auch andere Zustände abseits des Alterns möglich, bei denen Spondylose auftreten kann. Prinzipiell kann jede Einwirkung auf die Wirbelsäule die Bildung von Knochensporen auslösen. Beispiele sind zum Beispiel Trauma, Infektionen, Muskelrisse oder chirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule.

Auch eine geschwächte Bauchdecke kann zu Spondylose führen. Dies kann beispielsweise bei Hündinnen auftreten, die kastriert wurden.

3. Welche Hunderassen sind am ehesten von Spondylose betroffen?

Es wird nachgesagt, dass insbesondere große Hunderassen von Spondylose betroffen sind. Generell können aber alle Hunderassen mittleren bis älteren Alters Spondylose bekommen. Dabei sind Boxer und Hunde ab 10 Jahren am ehesten gefährdet.

Einige Forscher sind dabei auch der Meinung, dass alle Hunde ab einem bestimmtem Alter Spondylose entwickeln werden.

4. Wie sind die Symptome bei Spondylose?

Die meisten Hunde mit normaler Spondylose besitzen keine Symptome. Was aber möglich ist, ist das der Hund gelegentlich „steifer“ wirkt, da die Knochensporen die Bewegung des Hundes einschränken können. Wächst ein Knochenspor in der Nähe eines Nervens, kann er auf den Nerv Druck ausüben, also den Nerv einklemmen, und somit Schmerzen beim Hund verursachen.

Ein abgebrochener Knochenspor kann ebenfalls zu Schmerzen führen. Anzeichen, auf die du achten kannst, wenn du Spondylose bei deinem Hund vermutest bzw. es diagnostiziert wurde sind:

  • Nacken- oder Rückenschmerzen
  • Steifheit
  • Lahmheit
  • Veränderter Gang oder auch Humpeln
  • Berührungsempfindlichkeit (z.B. heulen, wenn du deinen Hund am Rücken berührst)
  • Verhaltensänderungen (z.B. verminderter Kontakt zu anderen Hunden)

5. Wie wird Spondylose behandelt?

Nachdem Spondylose, meist mittels eines Röntgenbildes, bei einem Hund festgestellt wird, gibt der Tierarzt entsprechende Behandlungsempfehlungen. Die Behandlung hängt davon ab, ob Symptome beim Hund auftreten oder nicht.

Wenn keine Symptome wie Schmerzen vorhanden sind, dann ist meistens auch keine Behandlung notwendig. Bei vorhandenen Symptomen können Dinge wie Medikamente, Physiotherapie, eine Diät (bei Übergewicht) oder kontrollierte Trainingsprogramme empfohlen werden.

In seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, wenn durch die Knochensporen eine Rückenmarkkompression ausgelöst wird.

6. Was kann ich bei Spondylose für meinen Hund tun?

Das Wichtigste was man sich bei Spondylose merken sollte ist, dass Spondylose entsteht um die Wirbelknochen und Gelenke zu entlasten. Demnach kann man hier ähnliche Tipps wie bei Menschen geben, welche ihre Gelenke entlasten wollen:

  • Gelenkschonenden Sport betreiben (wie z.B. Wassersport)
  • Regelmäßige Bewegung
  • Übergewicht vermeiden
  • Nährstoff- und vitaminreiche Ernährung fördern
  • „Übertriebene“ Körperbewegungen (wie etwa Sprünge) vermeiden

7. Wie ist die Lebenserwartung bei Hunden mit Spondylose?

Die meisten Hunde zeigen eine ganz normale Lebenserwartung bei Spondylose und können ein fast unbeschwertes Leben führen. Lediglich Einschränkungen innerhalb ihrer Bewegungsfreiheit können öfter mal vorkommen.

Bei Hunden, welche Symptome zeigen wie etwa Schmerzen ist eine entsprechende Behandlung notwendig. Die entsprechende Prognose stellt dabei der Tierarzt. Das Fortschreiten der Krankheit sollte dabei ebenfalls regelmäßig vom Tierarzt untersucht werden.

Aber in den allermeisten Fällen ist Spondylose keine Krankheit, bei der ein Hund eingeschläfert werden muss, sondern weiterhin ein schönes Leben führen kann.

Quellen:

https://vcahospitals.com/know-your-pet/spondylosis-deformans-in-dogs

https://www.k9-massage.co.uk/conditions/orthopaedic/spondylosis/

https://www.topdoghealth.com/library/orthopedic-condition/articles/spondylosis-deformans/

https://veteriankey.com/spondylosis-deformans/

https://www.vin.com/apputil/content/defaultadv1.aspx?id=5328287&pid=11349